Skateboards für Kinder

Skateboards für Kinder sind mehr als nur einfache Spielgeräte mit einem Deck und vier Rollen. Sie sind Sportgeräte – und hier greift man selbstverständlich nicht zum erstbesten Board, das einem vor die Nase kommt. Bei der Wahl des richtigen Skateboards für Kinder ist Sorgfalt gefragt. Nahezu jede seiner Komponenten wirkt sich auf das Fahrverhalten des Boards aus und kann für das spätere Fahrvergnügen – oder sein Ausbleiben – entscheidend sein – von der Länge des Boards bis zur Wahl der richtigen Wheels. Damit man hier aber als Einsteiger nicht den Überblick verliert, verraten wir dir, was es bei Kinder-Boards alles zu beachten gibt und geben dir Tricks für Anfänger, die bei den ersten Fahrversuchen weiterhelfen.

Doch bevor wir damit einsteigen kommen wir zuerst zu der Frage: Warum sollten Kinder überhaupt Skateboard fahren und nicht lieber Roller, Fahrrad und Co.? Neben dem natürlich wichtigen Faktor, dass Skateboard-Fahren unglaublich Spaß macht, bietet das Skateboard auch eine ganze Reihe positiver gesundheitlicher Effekte. So ist der ganze Körper gefragt, um sich auf dem Mini Board zu halten und es zu navigieren. Die Kinder lernen so Spaß an der Bewegung, wodurch schon früh gesundheitliche Risiken (z.B. Übergewicht) um ein erhebliches Maß verringert werden können. Folgende Vorteile bietet das Skateboard-Fahren für die Kleinen noch:

  • Stärkung der Waden- und Gesäßmuskulatur
  • Schulung der eigenen Koordination und des Gleichgewichts
  • Verbesserung der Körperspannung
  • Training für Herz und Kreislauf
  • Verbesserung der körperlichen Ausdauer

Kinderskateboard vs. Erwachsenenskateboard – wo liegen die Unterschiede?

Muss es überhaupt ein Kinderskateboard sein? Wieso nicht gleich mit einem richtigen Skateboard einsteigen? Die Antwort: Erwachsenenskateboards sind für junge Kinder, die noch nicht über die gleiche Beinmuskulatur und Körpergewichtt verfügen wie Erwachsene, deutlich schwerer zu steuern. Um dieser Realität gerecht zu werden, unterscheiden sich die Kinderskateboards von gewöhnlichen Skateboards vor allem in drei Punkten.

  • Ein kürzeres Deck: Im Vergleich zu einem Erwachsenenskateboard sind die Decks bei Kindermodellen wesentlich kürzer. So sind sie für eine maximale Körpergröße von bis zu 1,30 m konzipiert. Durch diese geringere Länge lassen sich die Mini Boards besser navigieren und unter Kontrolle halten.
  • Weichere Rollen: Durch die weicheren Rollen gestaltet sich auch das Fahrverhalten etwas komfortabler. Selbst auf rauen Bodenbelägen lassen sich die Kinderskateboards noch gut fahren. Zudem sind sie sehr leise.
  • Weichere Lenkgummis: Ein weiteres Merkmal, mit dem sich die Kindermodelle von den Erwachsenenboards unterscheiden ist, dass hier häufig weichere Lenkgummis an den Achsen angebracht sind. Diese sorgen dafür, dass sich die Boards perfekt durch eine minimale Verlagerung des Körpergewichts über die Achsen steuern lassen
    • Ein letzter Punkt – allerdings nicht technischer Natur – ist die Verwendung kindgerechterer Deck-Designs.

Warum sollte man unbedingt die Finger von billigen Discounter-Skateboards lassen?

Skateboards vom Discounter oder aus dem Spielzeugladen sind meist von minderwertiger Qualität. Sie wurden nicht von erfahrenen Skateboardern entworfen, die wissen, worauf es ankommt. Und das merkt man. Billige Skateboards sind nur kurzlebig, gehen schnell kaputt und lassen sich nur schwer lenken. Mit einem Satz: Sie machen keinen Spaß.

Ein erster negativer Punkt ist für das Deck verwendete Material. Billige Decks bestehen meist aus minderwertigen, weichen Holzsorten, die nicht sehr langlebig sind. Damit können sie auch leicht splittern, was ein enormes Sicherheitsrisiko darstellt, oder oder aber die für den Halt auf dem Board wichtigen Griptapes lösen sich verfrüht.

Auch die Kugellager oder Achsen sind meist von geringerer Qualität, wenn es um Discounter-Modelle geht. Das Board wird so viel schwerer zu steuern und unter Kontrolle zu halten. Das Sturz-Risiko erhöht sich. Wer denkt, dass er die Lenkung des Boards durch den Austausch der Lenkgummis positiv verbessern kann, irrt in diesem Fall. Oft lassen sich diese nicht einmal austauschen.

Und natürlich gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Qualitativ minderwertige Kugellager & Rollen verschleißen deutlich schneller als ihre höherwertigen Versionen und müssen früher ausgetauscht werden. Dabei sind hochwertige Skateboards für Kinder bereits ab etwa 100 Euro zu haben.

Unser Tipp: Bei Kindern sollte für den Anfang immer ein hochwertiges Skateboard gekauft werden. Alternativ bieten sich aber natürlich auch Candy Boards an.

Wie wählt man die richtige Boardgröße für Kinder?

Bei der Auswahl der geeigneten Größe spielen zwei wichtige: Die Schuhgröße und Körpergröße des Kindes. Die Breite des Boards richtet sich nach der Schuhgröße, während die Körpergröße für die Boardlänge maßgeblich ist. Die folgende Tabelle kann als Leitfaden genommen werden:

Schuhgröße

Körpergröße

Breite des Boards

Länge des Boards

Bis 31,5

Bis 100 cm

Zwischen 7 und 7,25 inch

28 Zoll

Bis 40

Bis 140 cm

Zwischen 7,625 und 8,125 inch

28 bis 30,5 Zoll

Bis 42,5

Bis 175 cm

Zwischen 8 und 8,375 inch

30,5 bis 31,875 Zoll

Bis 46

Bis 200 cm

Zwischen 8,125 und 8,625 inch

31,875 bis 32,5 Zoll

Was hat es mit dem ABEC Rating auf sich?

Das ABEC Rating gibt Aufschluss darüber, wie fein die Lager des Boards gearbeitet sind. Dabei gilt: Je höher die Ratingzahl liegt, desto feiner sind die Kugellager. Generell reichen bei Skateboards für Kinder Kugellager mit einem ABEC Rating zwischen 3 und 5 aus. Alles, was darüberhinaus geht, wirkt sich beim normalen Fahren nicht auf das Fahrverhalten aus.

Welche Schutzkleidung sollten Kinder beim Skateboard fahren tragen?

Zur empfohlenen Schutzkleidung in Kombination zu Kinderskateboards zählen ein Schutzhelm sowie Protektoren für Knie und Ellenbogen. Auch Handgelenksschoner gehören dazu, die bei einem eventuellen Sturz den Aufprall etwas abdämpfen.

Und welches Zubehör ist erforderlich?

Generell braucht es zum Fahren nicht viel, denn gerade am Anfang reicht das Skateboard nebst der passenden Schutzkleidung völlig aus. Aber natürlich gibt es auch diverse Zubehörteile, die sich als sinnvoll erweisen können. Dazu zählen:

  • Skateschuhe: die speziellen Schuhe bieten einen perfekten Halt auf dem Griptape und sind sehr bequem. Es gibt sie in unterschiedlichen Arten, und zwar mit vulkanisierter Sohle oder mit Cubsohle. Skateschuhe mit vulkanisierter Sohle sind sehr flexibel und passen sich allen Bewegungen an, während die Cubsohlen ideal sind, um auch härtere Stöße abzufangen.
  • Werkzeugsets für Skateboards um das Skateboard zu pflegen, evtl. Einzelteile austauschen oder kleinere Reparaturen durchzuführen.

Was spricht für ein Komplettskateboard?

Bei Komplettskateboards sind alle Teile perfekt aufeinander abgestimmt. Wer als Anfänger auf die Idee kommt, ein Skateboard selber zusammenzustellen, kommt schnell an seine Grenzen. Die einzelnen Teile, wie etwa Deck, Kugellager und Rollen, stehen bei Komplettskateboards in einem perfekt ausgeklügelten Verhältnis zueinander. Ohne die entsprechende Erfahrung ist es fast unmöglich, ein Skateboard für Kinder zusammenzustellen, das in Sachen Fahrverhalten und Sicherheit überzeugt.

Was ist bei der Wartung und der Pflege wichtig?

Regelmäßige Wartung und auch Pflege sind essenziell, damit das Skateboard lange hält und die Freude am Fahren nicht getrübt wird. Was Boards gar nicht mögen, ist Nässe, Sand und Dreck. Bereits etwas Feuchtigkeit im Bereich der Kugellager reicht aus, dass diese dauerhaft Schaden nehmen. Nach jeder Fahrt empfiehlt es sich, die Rollen von Dreck zu befreien. Dies kann mit einem feuchten Tuch geschehen und danach werden die Rollen sowie die Unterseite des Boards mit einem weichen Lappen abgetrocknet.

Das Skateboard sollte also auf keinen Fall draußen gelagert werden. Ansonsten besteht das Risiko, dass Feuchtigkeit nicht nur in die Kugellager eindringt, sondern auch in das Deck. Die Folge ist, dass das Holz aufquillt und später reißen kann.

Aller Anfang ist schwer – noch ein paar Tipps für die ersten Fahrten mit dem Skateboard:

  • #1 die ersten Fahrversuche sollten auf glattem Betonboden stattfinden → bessere Kontrolle über das Board → Lenkbewegungen lassen sich besser ausführen
  • #2 vor den Tricks kommen die Basics = wie stehe ich richtig auf dem Board – wie stütze ich mich ab – wie wird gelenkt – wie funktionieren Drehungen – wie bremse ich richtig
  • #3 ohne Schutzkleidung sollten keine Fahrten unternommen werden

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