Welcher Tretroller für Kinder?

Welcher Tretroller für Kinder?

Tretroller und Kinderroller sind bei Kindern sehr beliebt. Schon im Alter von 2 Jahren stehen einige auf ihrem ersten Roller bzw. Scooter. Nachfolgend informieren wir, welche Tretroller am besten für Kinder geeignet sind und worauf Eltern achten sollten.

Die Voraussetzungen und das richtige Einstiegsalter

Experten empfehlen ein Einstiegsalter ab 3 Jahren. Ideal sind sogenannte Miniroller, mit denen erste Fahrversuche unternommen werden können. Es gibt aber auch schon geeignete Tretroller für Kleinkinder ab 1,5 Jahren.

Die Vorteile eines Tretrollers für Kinder

Kinderroller sollen in erster Linie natürlich Spaß machen. Sie bringen aber auch einige Vorteile für ihre jungen Fahrer mit. Zu den Vorzügen von Kinderollern gehören:

  • Förderung der Koordination
  • Gefühl für die Geschwindigkeit lernen
  • Gleichgewicht halten

Die verschiedenen Arten von Tretollern

  • Tretroller mit 2 Rädern
  • Tretroller mit 3 Rädern
  • Tretroller mit 4 Rädern
  • Tretroller mit Luftbereifung
  • Tretroller mit Kunststoffrädern

Kinderroller mit 2 Rädern

Der klassische Tretroller besitzt zwei Räder. Eins sitzt vorne am Lenker und das andere ist hinter dem Trittbrett platziert. Diese Form ist altersunabhängig. Selbst Erwachsenenroller und sogar die neuen E-Roller sind mit zwei Rädern ausgestattet.

Kinderroller mit 3 Rädern

Es gibt zwei Varianten von Kinderrollern mit drei Rädern. Bei einer befinden sich zwei Räder an einer Achse bei der Lenkstange und ein Rad hinter dem Trittbrett. Bei der anderen Variante ist es umgekehrt, sodass sich eine Achse mit zwei Rädern hinter dem Trittbrett befindet und ein Rad an der Lenkstange. Beide Varianten bieten eine wesentlich höhere Stabilität. Diese Modelle bleiben auch von alleine stehen und kippen seltener um. Meist sind die ersten Miniroller für Kleinkinder so ausgestattet.

Kinderroller mit 4 Rädern

Ebenfalls für Kleinkinder gibt es Tretroller mit vier Rädern. Zwei befinden sich am Lenker und zwei hinter dem Trittbrett. Auch diese Roller weisen eine hohe Stabilität auf und kippen nicht so schnell um. Diese Tretroller eignen sich sehr gut für Kinder zwischen 2 und 3 Jahren.

Der Aufbau eines Tretrollers

Unabhängig vom Hersteller ist der Aufbau eines Tretrollers im Grunde immer gleich. Zur Fortbewegung gibt es mindestens zwei Räder, die aus Kunststoff oder Luftreifen bestehen. Im vorderen Bereich befinden sich Gabel und Lenker. Als Lenker verwenden die meisten den traditionellen T-Lenker. Das Hinterrad sitzt meist über eine Achse montiert im Trittbrett. Häufig findest du hier noch eine Hinterradbremse, die mit dem Fuß bedient werden kann.

Kaufkriterien für Kinderroller

Die richtigen Rollen

Wie zuvor erwähnt, sind sowohl das Alter des Kindes als auch die Anzahl der Rollen entscheidend. Luftbereifung bietet ein angenehmeres, leiseres Fahren und Unebenheiten wie Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster werden besser ausgeglichen. Einsteiger fahren jedoch meist mit Kunststoffrollen, da diese robuster sind und weniger oft überprüft und gewartet werden müssen.

Die Bremsen

Natürlich sollte ein guter Kinderroller über sichere und zuverlässige Bremsen verfügen. Vorderradbremsen kommen eher selten zum Einsatz, jedoch besitzen die meisten Kinder Tretroller zumindest eine Hinterradbremse als Fußbremse.

Das Trittbrett

Das Trittbrett des Kinderrollers sollte ausreichend breit sein und über einen rutschfesten Belag verfügen. Meist sind diese mit einer angerauten Oberfläche versehen oder mit sog. Griptape versehen. Somit können Kinder auch mit nassen Schuhsohlen sicher auf dem Trittbrett stehen.

Schutzbleche an den Rädern

Schutzbleche an den Rädern sind recht nützlich, wenn auch auf feuchten Wegen gefahren werden soll. Das Spritzwasser wird gut abgeleitet und verschmutzt nicht die Kleidung des Kindes. Auch Staub und Steine werden zuverlässig abgehalten.

Lenkerform und Höhe des Lenkers

Die Lenkerhöhe sollte sich individuell der Größe des Kindes einstellen lassen. Kleinere Kinder sollten am besten mit der traditionellen T-Lenkerform unterwegs sein. Lediglich die sogenannten Kickboards verfügen über eine Lenkerstange mit einem dicken Knauf.

Reflektoren

Sicherheit spielt im Straßenverkehr insbesondere bei Kinderrollern eine wichtige Rolle. Es sollten sich daher Reflektoren am Tretroller befinden – diese lassen sich auch nachträglich noch aufkleben. Vorne und hinten kann man sogenannte Katzenaugen anbringen.

Material & Gewicht

Es gibt Kinderroller mit Stahlrohrrahmen, aus Aluminium und aus Kunststoff. Für Kleinkinder eignen sich die leichten Kunststoffmodelle am besten. Diese lassen sich dann auch von den Kleinen problemlos schieben und transportieren. Ältere Kinder haben mit den modernen Aluminium-Modellen mehr Freude. Sie sind sehr stabil und dennoch einfach zu transportieren.

Die Wahl des Kinderollers nach der Bereifung & Einsatzgebiet

Vorteile Kunststoffräder

Nachteile Kunststoffräder

Vorteile Luftbereifung

Nachteile Luftbereifung

Roller besitzt geringes Eigengewicht

keine Federung

 

 

Kunststoffrollen sind hart und stabil

Nicht geeignet für unebenen Untergrund (z.B. Schotter oder Kopfstein)

luftgefüllte Rollen bieten hohen Fahrkomfort

Roller besitzt höheres Eigengewicht

ideales Fahren auf ebenen Betonpisten

 

kann auch im unebenen Gelände gefahren werden

nicht allzu schnell und wendig

eignet sich hervorragend für die Stadt

 

Stabilere Bauweise

nicht zusammenklappbar

schnell und wendig

 

 

Reifen müssen regelmäßig gewartet werden

zusammenklappbar

 

 

 

in der Regel Hinterradbremse

 

 

 

Sicherheit von Kinderrollern

Die nachfolgende Aufzählung solltest du in Bezug auf die Fahrsicherheit beachten:

  • insbesondere Kleinkinder sollten Helm und Protektoren tragen
  • auch größeren Kindern wird eine Schutzausrüstung empfohlen
  • vor jeder Fahrt sollte der Roller auf technische Mängel, wie z.B. lockere Schrauben oder Muttern überprüft werden
  • bei Luftbereifung muss immer ausreichend Luft auf den Reifen sein
  • bei Dunkelheit darf nicht mehr gefahren werden, da Roller keine eigene Beleuchtung besitzen

Fahren lernen

Die Fortbewegung ist relativ einfach. Mit beiden Händen werden die Griffe des T-Lenkers umfasst und ein Bein auf das Trittbrett gestellt. Mit dem anderen Bein wird sich dann vom Boden nach vorne abgestoßen. Wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht wurde, kann das andere Bein ebenfalls auf das Trittbrett abgesetzt werden.

Bremsen lernen

Auch das richtige Bremsen mit dem Tretroller muss gelernt werden. Viele Kinderroller besitzen lediglich eine Hinterradbremse. Hier muss dem Kind gezeigt werden, wie der Roller sanft abgebremst werden kann. Für den Notfall sollte aber auch eine starke Bremsung gezeigt werden. Durch kräftiges Treten mit dem Fuß auf die Hinterradbremse sollte der Roller schnell zum Stehen kommen. Ein Blockieren der Räder ist dabei aber möglichst zu vermeiden, da die Rolle ansonsten Schaden in Form von sog. Flatspots nehmen kann.

Bei Tretrollern mit Vorder- und Hinterradbremse kommt es auf eine optimale Koordination an. Zuerst sollte mit dem Fuß die Hinterradbremse betätigt werden und etwas verzögert auch die Vorderradbremse. Wird zuerst die Vorderradbremse über den Griffhebel betätigt, kann es im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Kind sich mit dem Roller überschlägt.

Wo darf man fahren?

Kinderroller gehören nicht zu Fahrzeugen, sondern zu Spielzeug. Insoweit dürfen diese nach der Straßenverkehrsordnung nur auf den Gehwegen fahren. Auch die Benutzung des Radweges ist daher verboten.

Ab wann gilt ein Tretroller als Erwachsenenroller

Erwachsenenroller bestehen meist aus Aluminium und sind wesentlich größer als Kindermodelle. Sie haben eine lange, breite Trittfläche. Auch die E-Scooter gehören zu den Erwachsenen-Rollern. Wie beim heranwachsenden Kind auch, sind die Übergänge hier aber häufig fließend.

Für ältere Kinder: Der Stunt Scooter

Stunt-Scooter sind bereits für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Auch hier gibt es spezielle Modelle für Kinder. Stunt Scooter weisen eine höhere Stabilität auf und sind ideal für Sprünge und Tricks. Erkennbar sind diese Modelle häufig an einem festen, nicht verstellbaren Lenker aus Stahl oder Aluminium. Da jede Art von Verstellmechanismus eine mögliche Schwachstelle bei Sprüngen darstellt, verzichtet man bei Stunt Scootern in der Regel darauf. Alles über Stunt Scooter für Kinder gibt es hier nachzulesen.


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