Wo darf man Longboard fahren?

Wo darf man Longboard fahren? - Vorschriften und Hinweise

Das Fahren mit dem Longboard ist nicht überall in Deutschland erlaubt. Du musst daher hierzulande sowohl die allgemeinen Verkehrsvorschriften berücksichtigen als auch Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen.

Die möglichen Konflikte und Streitigkeiten

  • Probleme mit Fußgängern,
  • Probleme mit Radfahrern,
  • Probleme mit Autofahrern,
  • Tricks mit Longboards
  • Helmpflicht

Probleme mit Fußgängern

Mit einem Longboard bist du relativ flott unterwegs. Insbesondere auf dem Gehweg führt dies mitunter zu Streitigkeiten. Fußgänger fühlen sich häufig, mitunter auch zu Recht, durch Longboarder verunsichert. Zugegebenermaßen möchte niemand, dass ein Longboard-Fahrer ihm in die Hacken fährt. Insoweit solltest du hier Vorsicht walten lasse. Auf das richtige Verhalten wird später noch eingegangen.

Probleme mit Radfahrern

Natürlich kannst du ein Longboard als Alternative zu einem Fahrrad als Fortbewegungsmittel verwenden. Longboardfahrer sollten jedoch auf Radwegen den Radfahrern hierbei nicht in die Quere kommen. Zu groß ist die Sturzgefahr. In aller Regel ist das Skaten auf Radwegen untersagt. Man sollte die eigene Geschwindigkeit hier nicht überschätzen. Fahrradfahrer können eine höhere Geschwindigkeit wesentlich leichter konstant halten als Longboarder, womit die Brettsportler häufig zum Hindernis werden. De, sollte man sich bewusst sein und entsprechend Platz machen.

Probleme mit Autofahrern

Im Grunde kann es überall zu Problemen mit Autofahrern kommen. Wenn du mit deinem Longboard vom Gehweg auf die Straße abbiegst oder unterwegs die Straße überquerst, so kann es immer dazu kommen, dass du in irgendeiner Weise den Fahrzeugverkehr behinderst. Beachte immer, dass Autos eine relativ langen Bremsweg haben und daher auch für dich eine Gefahr darstellen.

Tricks mit Longboards

Insbesondere in der Stadt ist es meist sehr voll, sodass der Platz für Tricks fehlt. Wenn du im Freestyle-Segment unterwegs bist, solltest du also möglichst auf freie Flächen ausweichen, wo nur wenig Fußgänger unterwegs sind.

Helmpflicht

Aktuell gibt es für Longboards noch keine Helmpflicht. Dennoch empfehlen wir, immer mit Helm unterwegs zu sein. Während die meisten Verletzungen beim Longboarding zwar unangenehm, aber eher harmlos sind, sollte man auf seinen Kopf wirklich Acht geben. Auch Knieschoner erweisen sich aber meistens als sinnvoll, da man im Notfall nach einem Absprung vom Board auf den Knien rutschen kann. So kannst du dich vor schweren Verletzungen schützen.

Rechtliches

Nach dem Straßenverkehrsrecht sind Longboard-Fahrer gleichgesetzt mit einem Fußgänger. Von daher darfst du weder auf der Straße noch auf dem Radweg fahren. Streng genommen bedeutet dies, dass du dich mit dem Longboard ausschließlich auf dem Gehweg und dabei höchstens in Schrittgeschwindigkeit fortbewegen darfst. Da dies unrealistisch und meist sogar gefährlicher ist, sollte man die Sache allerdings mit gesundem Menschenverstand angehen. Der Leitsatz „Wo kein Kläger, da kein Richter“ ist meistens angebracht und wird in der Regel auch von den Ordnungshütern so umgesetzt. Im Falle eines Unfalls muss allerdings klar sein, dass man mit dem Longboard das Recht meist nicht auf seiner Seite hat.

Die Situation in der Schweiz und in Österreich

In der Schweiz darfst du mit Longboards auch auf dem Radweg und auf Straßen mit Tempo-30-Zone fahren. Hier kommt man den Longboardern etwas entgegen. In Österreich sind Longboards dem Rollschuh als Spielgerät gleichgesetzt und dürfen nur auf Gehwegen gefahren werden. Dennoch hat das österreichische Verkehrsministerium angemerkt, dass auf dem Gehweg nur sogenannte Kickboards zulässig sind. Longboardfahrer werden Spielstraßen und Funparks empfohlen. Fährst du schneller als Schrittgeschwindigkeit auf dem Gehweg, kann es Ermahnungen geben.

E-Longboards und E-Skateboards

E-Longboards sind akkubetrieben und können bis zu 50 km/h schnell sein. Gute Akkus schaffen eine Reichweite bis zu 3 Stunden. Die Steuerung erfolgt zum Teil per Smartphone-App, Bluetooth oder Fernbedienung. E-Longboards sind hierzulande noch nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassen. Aber auf Privatgrundstücken und in Funparks darfst du sie fahren.

Longboardstrecken finden

Im Internet findest du viele nützliche Informationen für attraktive Longboardstrecken. Einige Portale sind so aufgebaut, dass du hier nur die gewünschte Stadt in Deutschland eingeben musst. Ein Beispiel stellt das Portal von longboardstrecken.de dar. Ein weiteres Beispiel, speziell für Downhiller und Freerider, ist die Seite www.findhills.com/

Wenn du eine interessante Strecken finden möchtest, dann solltest du diese nach deinem Fahrstil auswählen:

  • für Downhill und Freeride kurvige und abschüssige Strecken,
  • für Long Distance Pumping langezogene ebene Strecken,
  • für Freestyle und Slalom weitläufige, ebene Areale
  • für Cruising Parkanlagen
  • für Carving weitläufige Areale oder Parkanlagen, gerne leicht abschüssig

Bei der Suche nach passenden Strecken, können auch Stadtpläne, Google Maps, Reiseführer oder Fahrradkarten hilfreich sein.

Longboard im Urlaub

Problemlos lässt sich das Longboard auch in den Urlaub mitnehmen. Wichtig ist, dass du dich jedoch vorher über die straßenverkehrsrechtlichen Bestimmungen im Zielland und, falls du fliegst, die Gepäckmitnahmebestimmungen deiner Airline informierst.

Im Ausland ist es meist einfacher, Longboard zu fahren. So gibt es beispielsweise auf Fuerteventura ausgewiesene Strecken. Aber auch in Italien am Gardasee kannst du prima fahren. Selbst an der Nord- und Ostsee kannst du interessante Strecken finden. Jedoch ist das Fahren direkt an der Strandpromenade meist untersagt. Unbegrenzte Möglichkeiten hast du dagegen in den Vereinigten Staaten oder in Kanada.

Longboard in ÖPNV mitnehmen

Auch wenn ein Longboard relativ lang ist, so stellt es dennoch eine Art Handgepäck dar. In der Regel kannst du dein Longboard problemlos in Bus und Bahn mitnehmen.


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